Update from Antarctica
24th March, 2008Zur Abwechslung soll es hier auch einmal einen deutschen Eintrag geben… Gestern hatten wir wieder fantastisches Wetter, so dass das Leadership on the Edge Training von Nick und Robert kurzerhand an Land verlegt wird. Die Pinguine und Albatrosse wundern sich ueber die 70 Personen, die am verschneiten Hang stehen und ueber Themen wie Vertrauensbildung in Teams diskutieren. Eine Flipchart fehlt auch nicht. Wahrscheinlich haette sich dieses Training fuer den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde qualifiziert.
Dann geht es weiter in die Dorian Bay. Neben den Entdeckern und Forschern der letzten 110 Jahre sind wir Teil der ganz Wenigen, denen es erlaubt ist, auf dem Antarktischen Kontinent zu uebernachten (dank Robert und seinem nachhaltigen Einsatz fuer diesen Teil der Erde). Uebernachten klingt vielleicht nach Hotel, was aber gemeint ist, ist Zelten. Gegen 18 Uhr setzen wir in den Schlauchbooten von der MS Ushuaia ueber an Land und werden von Pinguinen begruesst, die sich wieder einmal ueber so zahlreichen Besuch wundern.
Unter der Fuehrung unserer zwei norwegischen Bergfexen Knut und Trond (ja, ich weiss, ihre Namen klingen wie Moebel von Ikea…) marschieren wir mit unserer persoenlichen Ausruestung und den Zelten auf ein Plateau, wo wir unser Quartier fuer die Nacht aufschlagen. Die fuenf Teams zu je sieben Personen erledigen das Ruck-Zuck und so koennen wir den Abend noch geniessen und unser Grossmeister Peter gibt sogar ein Konzert mit seiner Gitarre (wahrscheinlich auch rekordverdaechtig!).
Der nahe Vollmond verlangt nicht nach kuenstlicher Beleuchtung (ausser im Zelt) und die Stille der Nacht wird nur durch das Knacken und Grollen von fernen Eisbruechen, das Schnattern der Pinguine am Strand und durch einige Schnarchnasen in den Nachbarzelten gestoert. Im Schlafsack ist es mollig warm (unglaublich, nicht?), auch wenn es draussen einiges unter Null hat und ab und zu der Wind ueber das Plateau pfeift. Ein wenig Schneefall verleiht den Zelten ein weisses Haeubchen.
Die Details ueber die „oeffentliche Toilette“ (auch von uns in einem separaten Zelt errichtet – und abgebaut!) will ich Euch ersparen. Einzelheiten gibt es gerne auf Nachfrage. Tatsache ist, dass wir nichts zurueck gelassen haben auf dem Antarktischen Kontinent, ausser unsere Fussabdruecke. Sogar die drei abgeschlagenen Golfbaelle wurden alle wieder eingesammelt. Der kluge Spieler hat vorgesorgt: die Baelle waren pink, gelb und gruen…
Morgens um 7 Uhr brechen wir unsere Zelte ab und kehren aufs Schiff zurueck. Die Reise geht weiter…
Liebe Gruesse an die Kollegen in Wien und Berlin und alle, die Deutsch verstehen . 1000 Kuesse an M, M, M und T* K®*

100000000 Küsse zurück! Freu mich schon auf dich! M
Posted by Miriam on 03/24/08, 10:53 am